Örtliche Betäubung oder Narkose

Bei einer Schwangerschaftsdauer von bis zu 17 Wochen können Sie zwischen örtlicher Betäubung und einer Sedierung (leichten Narkose) wählen. Ab der 18. Schwangerschaftswoche erfolgt die Behandlung grundsätzlich unter Sedierung. Eine Spinalanästhesie ist bei uns nicht möglich.

 

Weil Sie bei der Behandlung unter örtlicher Betäubung nicht schlafen, werden Sie die Einstiche der Betäubung und den Eingriff selbst spüren. Wie schmerzhaft dieser ist, ist bei jeder Frau unterschiedlich. Nach der Behandlung treten meistens Krämpfe auf, die am ehesten mit starken Menstruationsschmerzen vergleichbar sind.

 

Bei einer Behandlung unter Sedierung werden Ihnen über eine Injektion ein Schlafmittel und ein Schmerzmittel verabreicht. Während der Sedierung schlafen Sie und spüren nichts von dem Eingriff. Nach der Behandlung werden Sie geweckt und können sich dann noch schläfrig und gelegentlich etwas schwindlig fühlen.

 

Nach einer Saugkürettage mit Sedierung oder einem Schwangerschaftsabbruch im zweiten Trimester dürfen Sie 24 Stunden lang nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen.

 

Mit der Sedierung sind bei gesunden Menschen kaum Risiken verbunden; es ist jedoch wichtig, dass Sie eventuelle gesundheitliche Probleme und Medikamente, die Sie anwenden, bei dem vor der Behandlung stattfindenden Gespräch deutlich angeben. Bei bestimmten medizinischen Problemen oder schwerem Übergewicht kann der Arzt eine Sedierung aufgrund des erhöhten Risikos ausschließen.