Dilatation & Evakuierung (D&E) und D&E mit Prostaglandin-Priming

Ist die Schwangerschaft über die 12. Woche Amenorrhö hinaus fortgeschritten, wird der Eingriff manchmal durch eine Behandlung mit Prostaglandin vorbereitet. Bei der D&E-Methode wird die Schwangerschaft mit Instrumenten entfernt und anschließend mit einer Kürettage abgeschlossen. Je nach Dauer der Schwangerschaft ist eine vorbereitende Behandlung erforderlich, um Zugang für die Instrumente zu schaffen.

 

Bei einer Schwangerschaftsdauer ab 18 Wochen Amenorrhö ist grundsätzlich eine vorbereitende Behandlung zur Erweichung und Eröffnung der Zervix erforderlich. Der Frau wird oral oder vaginal Misoprostol (Cytotec®) verabreicht. Als Analgetikum wird Naproxen gegeben.

 

Bei einer Schwangerschaftsdauer ab 20 Wochen kann der Arzt zu dem Schluss kommen, dass eine zusätzliche Vorbehandlung unter PSA notwendig ist. Hierbei wird die Fruchtblase punktiert und die Nabelschnur durchtrennt. Nach etwa 6 Stunden wird der instrumentelle Abbruch durchgeführt.

 

Bis zur 17. Woche hat die Frau die Wahl zwischen örtlicher Betäubung oder PSA (prozeduraler Sedierung und Analgesie, auch leichte Narkose genannt). Ab der 18. Woche verläuft der Eingriff grundsätzlich unter PSA.

 

Bei einem Schwangerschaftsabbruch im zweiten Trimester darf die Frau 24 Stunden nach der Behandlung nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen.